Alexandra Rüsche 11. Januar 2018

Bestattungen – eine traurige, aber notwendige Dienstleistung

Als bevölkerungsreichstes Bundesland Deutschlands weist Nordrhein-Westfalen zugleich die höchste Dichte an Bestattungsunternehmen in der BRD auf. Ein beträchtlicher Teil davon ist in Südwestfalen angesiedelt. Verständlicherweise ist der Tod ein Thema, um das die meisten Menschen gerne einen großen Bogen machen.

Doch er gehört unzweifelhaft zum Leben dazu. Für viele Personen ist es jedoch oft ein Problem, wenn sie mit dem Ableben von Verwandten konfrontiert sind. Was sind die ersten Schritte beziehungsweise was muss getan werden?

Genau diese Fragen beantwortet der Bestattungsunternehmer beziehungsweise er oder sie sorgt dafür, dass nach dem Tod alles in geordneten Bahnen abläuft. Für die Hinterbliebenen bleibt oft nicht mehr zu tun, als eine passende Trauerkarte auszuwählen und an Freunde, Verwandte und Bekannte des oder der Verstorbenen zu senden, hier mehr dazu.

Foto: pixabay.com

Mit der Ausnahme sogenannter unnatürlicher Tode, die eventuell eine staatsanwaltlich angeordnete Untersuchung (Obduktion) notwendig machen, ist der Bestattungsunternehmer neben dem Arzt, der den natürlichen Tod feststellt und bescheinigt, einer der ersten vor Ort. Je nach Situation wird der Bestatter von Angehörigen oder auch der Polizei hinzugerufen. Es ist wichtig, das der oder die Verstorbene sowohl schnell wie auch mit dem gebührenden Respekt abtransportiert wird. Nach dem Bestattungsgesetz in NRW sind Tote innerhalb von 36 Stunden nach Ausstellung des Totenscheines in eine Leichenhalle zu überführen. In diesem Zusammenhang ist es vielleicht interessant zu wissen, das die in anderen Kulturkreisen manchmal übliche Aufbahrung im offenen Sarg in NRW nur möglich ist, wenn der oder die Tote dies zu Lebzeiten schriftlich bewilligte.

Das Dienstleistungsspektrum des Bestatters umfasst eine Reihe von Aufgaben. Angefangen beim Transport und bei Unfallopfern eventuell auch die Bergung der Leiche, der kosmetischen und hygienischen Behandlung und Einkleidung, die Einbettung in den Sarg oder die Überführung in ein Krematorium, das Arrangement der weltlichen oder kirchlichen Bestattungszeremonie und letztlich die Beisetzung. Im Weiteren kann der Bestatter mit der Organisation eines Grabsteines wie auch der Grabpflege beauftragt werden, die dieser dann an entsprechende Firmen weitergibt. Alles aus einer Hand. Ein ebenso wichtiger Bereich sind Überführungen der Verstorbenen in ihre Heimatorte, um sie dort zu bestatten. Das allein ist eine spezielle Aufgabe, denn für kurze Zeit wird so aus einem Toten ein Frachtstück mit besonderen Vorgaben, für das je nach Art des Transports zahlreiche Vorschriften zu beachten sind. Gerade Verstorbene, die in das Ausland überführt werden, kommen meist per Luftfracht zurück in das Land, wo sie geboren wurden. Hier muss der respektvolle Umgang mit dem Toten kombiniert werden mit den Regelungen des schnellsten, aber auch des kompliziertesten Frachtwegs, den die moderne Logistik kennt. Keine leichte Aufgabe, die viel Fachkenntnis voraussetzt. Aber leicht ist das Bestattungswesen so oder so nicht.

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