Alexandra Rüsche 20. August 2018

Das Schlafapnoe-Syndrom (SAS)

Das sogenannte “Schlafapnoe-Syndrom” wird zu den Atmungsstörungen während des Schlafens gezählt und ist durch einen Stillstand beim Atmen (Apnoe) bzw. Einschränkungen bei der Atmung mit der Reduktion von Sauerstoff (Hypopnoen) während des Schlafes gekennzeichnet. Im Prinzip differenziert man zwischen den zentralen und den obstruktiven Apnoen. Treten beide Formen auf, so spricht man von vermischten Syndromen.

Das Obstruktive Schlafapnoe- Syndrom (OSAS)

Foto: ElisaRiva / pixabay.com

Die am häufigsten auftretende Art des Schlafapnoe-Syndroms ist als obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) bekannt, es ist durch eine intensive Einengung der Luftwege zu erkennen. Die Ursache dafür liegt in einer übermäßigen Entspannung und in weiterer Folge an einem Kollaps der Rachen- und der Grundmuskulatur der Zunge während der Schlafenszeit. Aus diesem Grund verringert sich die Zufuhr mit Sauerstoff und der Gehalt von Kohlendioxid im Blut steigt gleichzeitig an. Dabei treten Atemaussetzer von zehn Sekunden bis zu zwei Minuten auf. Weil der Körper aus diesem Grund in Mitleidenschaft gerät, kommt es in wiederholten Fällen zu Aufwachreaktionen. Dies kann bis zu15 Mal in der Stunde beim leichtgradigen, bis zu 30 Mal in der Stunde beim mittelgradigen und mehr als 35 Mal, sogar bis zu 80 Mal in der Stunde beim hochgradigen OSAS auftreten.

Das Zentrale Schlafapnoe-Syndrom (ZSAS)

Das zentrale Schlafapnoe-Syndrom (ZSAS) ist dagegen in der Praxis seltener. Es tritt auf wenn das zentrale Nervensystem der Atmung beschädigt ist und die Atemmuskulatur deshalb nicht genügend geleitet werden kann. Es tritt oftmals bei chronischer Herzinsuffizienz oder neurologischen Erkrankungen des Gehirns auf.
Zu den schlaforientierten Störungen der Atmung zählt man auch die schlafbezogene Hypoventilation und die sogenannte Hypoxämie, die zum Beispiel durch Adipositas wie das sogenannte Obesitas-Hypoventilationssyndrom, durch Erkrankungen der Lungen oder Medikamente hervorgerufen werden kann. In einem solchen Fall ist die Atmung der Lungen zusätzlich beeinträchtigt und es kommt zu Änderungen der Blutgaswerte, ganz besonders zum Ansteigen des Kohlendioxids, das nicht genügend weggeatmet werden kann.

Wie kommt es zum Schlafapnoe-Syndrom?

Üblicherweise wird während des Einatmens der Bereich des Rachens durch aktive Anspannung der Muskeln offen gehalten. Aufgrund von anatomischen Gegebenheiten, mangelnder Anspannung der Muskeln oder einer Fehlsteuerung entsteht bei den Betroffenen eine Einengung der oberen Luftwege. Auf diese Weise sinkt der Druck im Bereich des Rachens beim Einatmen, es kann bei schlaffer Spannung der Rachenmuskulatur ein Verschluss entstehen.

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