Alexandra Rüsche 25. März 2019

Factoring – Was ist das eigentlich?

Die meisten Unternehmen räumen seinen Kunden Zahlungsziele ein und dadurch sind zu bestimmten Zeitpunkten viele Rechnung immer noch offen, wodurch ein erheblicher Aufwand für sämtliche Abteilungen entsteht. Man kann also sagen, dass der Kunde bis zur endgültigen Zahlung vorfinanziert wird. Gleichzeitig kann man sich nie sicher sein, ob er wirklich zahlt. Somit besteht immer ein gewisses Ausfallrisiko. Genau für solche Fälle gibt es das Factoring. Hierbei werden offene Forderungen an ein externes Unternehmen verkauft. Dabei wird vom Factor aber nicht nur die offene Forderung übernommen, sondern auch sämtlicher damit verbundener Aufwand, sowie das Ausfallrisiko.

Der Ablauf von Factoring

Foto: Bildarchiv ARKM

Zu aller erst muss natürlich eine Forderung gegenüber einem Kunden bestehen. Ob es sich dabei um Waren oder eine Dienstleistung handelt, spielt keine Rolle. Bevor aber ein Vertrag zu Stande kommen kann wird die Bonität des Debitors geprüft. Wie bereits erwähnt, wird das komplette Ausfallrisiko vom Factor übernommen in der Regel. Sollten sämtliche Prüfungen positiv verlaufen sein, kann die Forderung an den Factor verkauft werden. Vorher sollte man sich aber unbedingt informieren über die Factoring Kosten, denn jedes Unternehmen bietet ihre Dienstleistungen zu anderen Konditionen an. Nach dem Verkauf der Forderung bekommt das Unternehmen meist innerhalb weniger Werktage einen großen Teil der Forderungssumme. Diese beläuft sich meist auf ca. 80 %. Dies hat den Vorteil, dass die Liquidität innerhalb von einem kurzen Zeitraum gesteigert werden kann. Den Rest des Betrages bekommt das Unternehmen erst, nach dem der Debitor die offene Rechnung beglichen hat.

Welche Arten von Factoring gibt es?

Echtes / Unechtes Factoring

Diese Art des Factorings entscheidet darüber, wer das Ausfallrisiko trägt. Beim echten Factoring wird dieses Ausfallrisiko komplett vom Factor übernommen. Beim unechten hingegen kauft der Factor nur die offene Forderung, das Ausfallrisiko bleibt trotzdem bei dem Unternehmen.

Offenes / Stilles Factoring

Diese Art von Factoring entscheidet darüber, ob der Debitor über den Verkauf seiner Forderung informiert wird. Beim offenen Factoring wird jeder Debitor darüber informiert, dass seine Forderung abgetreten wurde. Gleichzeitig wird ihm in diesem Schreiben die Bankverbindung des Factoring Unternehmens mitgeteilt.
Beim Stillen Factoring hingegen erfährt keiner der Debitoren etwas über die Abtretung der Forderung. Dadurch ändert sich auch nicht die Bankverbindung und der Debitor begleicht die Forderung ganz normal auf die Bankverbindung des Unternehmens.

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