Alexandra Rüsche 24. Mai 2018

Finanzprodukte: Eine Übersicht

Den Privatanlegern stehen unterschiedliche Finanzprodukte und auch Finanzinstrumente zur Verfügung. Wertpapiere, wie etwa Aktien, sind wohl auch wenig Interessierten ein Begriff; doch was sind CFDs, Zertifikate oder binäre Optionen? Vor allem aufgrund der Tatsache, dass klassische Sparprodukte, so etwa Sparbücher oder auch Tages- und Festgeldkonten, keine Renditen mehr mit sich bringen und daher immer wieder nach Alternativen gesucht wird, stoßen Privatanleger sehr wohl auf Begriffe, die sie nicht kennen. Einen Großteil der Begriffe muss der Privatanleger auch nicht kennen – schlussendlich gibt es sehr wohl einige Finanzprodukte, die undurchsichtig und extrem spekulativ sind. Vor allem Einsteiger sollten hier besonders vorsichtig sein – auch wenn der Aktienhandel nicht so gefährlich ist, wie er gerne dargestellt wird, so kann es mit den falschen Strategien und sehr spekulativen Instrumenten und Produkten aber durchaus gefährlich werden.

Foto: pixabay.com

Sind hohe Gewinne möglich, so besteht ein hohes Risiko

Für eine Kapitalanlage gelten drei Grundsätze. Erstens: Man sollte sich nur dann für ein Produkt entscheiden, wenn man auch den Hintergrund kennt und versteht und auch weiß, wie hoch das Risiko tatsächlich ist. Zweitens: Hohe Renditen sind zwar wünschenswert, gehen jedoch immer Hand in Hand mit einem hohen Risiko – wird also ein Produkt abgeschlossen, das hohe Gewinne verspricht, so besteht auch in der Regel ein deutlich erhöhtes Verlustrisiko. Drittens: Kapitalanlagen sollten nicht immer nur aus steuerlichen Gründen ausgewählt werden – wichtig ist, dass das Projekt aus wirtschaftlicher Betrachtungsweise Sinn macht; erst dann sollte man sich mit dem steuerlichen Aspekt befassen.

Die Alternative: ETF

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Wertpapiere, also Aktien, Fonds und Anleihen, gehören wohl zu den bekanntesten Finanzprodukten. Jedoch gibt es auch hier noch unterschiedliche Ebenen, die sehr wohl für Privatanleger interessant sein können. Abhängig von Risikoneigung und Kenntnisstand können die Anleger natürlich auch extrem anspruchsvolle Produkte auswählen. Anleger, die ihr Geld nicht selbständig verwalten wollen, können mitunter Anteile an einem Investmentfonds erwerben. Jedoch ist auch hier Vorsicht geboten: Fonds, die von einem Manager aktiv verwaltet werden, sind teuer – zudem darf der Anleger nicht glauben, dass der aktiv gemanagte Fonds automatisch bessere Rendite als ein nicht gemanagter Fonds erzielen wird. Eine Alternative sind börsennotierte Indexfonds – also ein ETF. Auch wenn sie keine überdurchschnittlichen Renditen versprechen, so sind sie extrem günstig (niedrige Gebühren) und garantieren die jeweilige Marktrendite. Entscheidet sich der Anleger also für einen ETF, der sich am deutschen Aktienindex – DAX – orientiert, so partizipiert er an der Entwicklung des Index.

Geht es nach oben oder nach unten?

Im weiteren Sinn gehören auch sogenannte Derivate bzw. die derivativen Finanzinstrumente zu den Wertpapieren. Mit den Derivaten kann der Anleger auf zukünftige Kursentwicklungen spekulieren – das heißt, er entscheidet sich, ob der Kurs nach oben oder nach unten geht. Das ist etwa mit Zertifikaten, Optionen oder auch Optionsscheine und Swaps wie mit binären Optionen möglich. Neben Wertpapieren und derivativen Finanzinstrumenten gibt es noch die klassischen, heutzutage aber nicht mehr empfehlenswerten Finanzprodukte. So etwa das Sparbuch, das Tages- und Festgeld, Bausparverträge oder Lebensversicherungen. Jene Produkte sind aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr gewinnbringend – berücksichtigt man die Inflation und mitunter auch noch die Kontoführungs- oder Bearbeitungsgebühren der einzelnen Produkte, so kommt es sogar zur negativen Rendite. Das heißt, die Gebühren und die Inflation fressen das Ersparnis auf.

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