Sven Oliver Rüsche 4. Januar 2017

Flüssig sein ist wichtig

Der Kapitalfluss eines Unternehmens kann sich aus verschiedenen Segmenten zusammensetzen. Etwa Zinserträge auf Einlagen, Kreditlinien von Banken und zumindest im produzierenden Sektor, dem Handel sowie bei Dienstleistern der Umsatz aus getätigten Geschäften. Die Abfolge sieht hierbei in der Regel so aus, das ein Auftraggeber an ein Unternehmen herantritt und dieses beauftragt, ein Produkt herzustellen, eine Dienstleistung zu absolvieren oder eine Ware zu beschaffen. Das Unternehmen tritt dafür zuerst einmal in Vorleistung indem beispielsweise Material bevorratet wird, Maschinen genutzt und Fachkräfte beschäftigt werden. Das alles kostet neben den laufenden Fixkosten erst einmal Geld, mitunter viel Geld, das der Unternehmer seiner Kapitaldecke entnimmt, aus vorhergehenden Umsätzen schöpft oder Kredite beansprucht. Nicht selten alle drei Möglichkeiten zur gleichen Zeit. Am Ende sollen über die Begleichung der Rechnung, die auf der Kostenkalkulation des Unternehmers beruht, diese Vorleistungen egalisiert und ein Gewinn erzielt werden. Doch was ist, wenn die ausgestellte Rechnung nicht beglichen wird? Ein Szenario, das sicherlich jeder Unternehmer schon einmal erlebte und das für schlaflose Nächte sorgen kann. Dabei ist ein unruhiger Schlaf das geringste Problem. Ausstehende Forderungen belasten den gesamten Kapitalfluss, indem sich dieser nicht nur verringert, sondern in der Folge die Kapitalkosten selbst steigen. Dazu kommt das Mahnwesen, das ebenso nicht umsonst ist.

Foto: Bildarchiv ARKM

Eine schlechte Zahlungsmoral der Kunden ist einer der Hauptgründe, den Unternehmen bei der Insolvenzanmeldung angeben. Sicherlich bestehen heute mehr Möglichkeiten, die Bonität von Kunden und Auftraggebern im Vorfeld zu prüfen, aber eine mangelhafte Kapitalausstattung ist es nicht unbedingt, die dazu führt, dass eine Rechnung nicht oder sehr verspätet bezahlt wird. Gerade bei hohen Beträgen rechnen die Schuldner sehr genau und wenden so manchen Trick an, um erst einmal nicht zahlen zu müssen. So etwa indem angebliche Mängel festgestellt werden, die zuerst nachgebessert werden sollen.

Eine durchaus vernünftige Lösung für das Problem ausstehender Rechnungen ist die Hinzuziehung von Factoring Spezialisten. Das ist nun nicht etwa eine Art Feuerwehr, die den Vorgang beschleunigt, sondern eine Partnerschaft mit einem Unternehmen, die viele Vorteile in sich birgt. Das Factoring kann als ein Vorgang betrachtet werden, der sich nun zwischen der Rechnungsstellung und der Bezahlung durch den Kunden abspielt. Das wichtigste Element für das Unternehmen selbst ist hierbei, das die Factoring-Spezialisten die ausstehende Forderung zu 90 % sofort begleichen, egal welches Zahlungsziel mit dem Kunden vereinbart ist. Hat der Kunde das Geld überwiesen, erfolgt die Endabrechnung mit dem Factor-Unternehmen, die je nach Aufwand durchschnittlich 2 bis 3 % der offenen Rechnung beträgt. Dabei übernehmen die Factoring-Spezialisten unter anderem eventuell anfallende Mahnkosten und ebenso das gesamte Mahnwesen, während der Unternehmer mit der kurzfristig bezahlten Forderung wirtschaften kann, liquide bleibt und ruhig schläft, das ist doch was.

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