Alexandra Rüsche 15. Mai 2018

In den Mittelstand investieren: Das sind die Möglichkeiten

Das Rückgrat der deutschen Wirtschaft? Der Mittelstand. Warum also nicht auch in den Mittelstand investieren? Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die den Anlegern zur Verfügung stehen – erfolgversprechend sind vorwiegend aber ETFs oder auch Crowdfunding.

Ab wann spricht man vom Mittelstand?

Bild Quelle: pixabay.com

Zu beachten ist, dass ein Unternehmen dann in die Kategorie Mittelstand fällt, wenn der Jahresumsatz zwischen 1 und 50 Millionen Euro liegt und der Betrieb zwischen 10 und 499 Mitarbeiter beschäftigt hat. Ein mittelständischer Betrieb zeichnet sich in der Regel auch dadurch aus, dass er sich den Mitarbeitern und auch der regionalen Wirtschaft verpflichtet fühlt. Eine typische Besonderheit ist auch die langfristige Ausrichtung der Betriebs- und Geschäftspolitik. Fakt ist: In Deutschland sind mittelständische Unternehmen das Rückgrat der Volkswirtschaft – schlussendlich sind es die kleinen und auch die mittelständischen Betriebe, die mehr als 50 Prozent zur Nettowertschöpfung aller deutschen Unternehmen beitragen.

Möglichkeit Nummer 1: ETF

Wer in den Mittelstand investieren will und sich für die Variante ETF (exchange traded fund – ein nicht an der Börse gehandelter Investmentfonds) entscheidet, der wird feststellen, dass es unterschiedliche Indizes mit verschiedenen Methoden gibt. Interessant ist etwa der EURO STOXX Mid.Index. Da der Index den STOXX Europe 600 Index nachbildet, beinhaltet er um die 300 Unternehmen, die sich in der Eurozone befinden. 30 Prozent gehören zum Mittelstand. Interessant ist auch der MSCI EMU Mid Cap Index, der den Anlegern einen Zugang zu Mid Caps aus zehn europäischen Industrieländern gewährt. Insgesamt finden sich im Index 126 Unternehmen, die in etwa 15 Prozent der Eurozonen-Marktkapitalisierung ausmachen. Noch mehr Mid Caps – nämlich 246 aus 15 Industrieländern – finden sich im MSCI Europe Mid Cap Index. Auch der STOXX Europe Mid.200 Index ist für Anleger interessant, sofern diese ihr Geld in den Mittelstand investieren wollen. In dem Index finden sich 600 Unternehmen aus insgesamt 18 europäischen Staaten. Zu beachten ist, dass man jedoch in den europäischen und nicht ausschließlich nur in den deutschen Mittelstand investiert!

Möglichkeit Nummer 2: Crowdfunding

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ETFs sind sehr wohl eine interessante und wohl auch gewinnbringende Möglichkeit, wenn man als Anleger in mittelständische Betriebe investieren möchte. Jedoch gibt es auch eine andere Möglichkeit – die Rede ist von Crowdfunding. Bei dieser Variante kann jeder Einzelne in ein oder mehrere mittelständische Unternehmen investieren. Dabei haben mittelständische Betriebe die Chance, dass sie eine zusätzliche Quelle, abseits der üblichen Kapitalbeschaffungsmaßnahmen, erschließen können. Denn der Mittelständler erhält, je nach der vertraglichen Ausgestaltung, Geld, das in der Bilanz als Eigenkapital aufscheint. So kann eine Steigerung des Eigenkapitals etwa dafür sorgen, dass freie Kreditlinien gewahrt werden können; auch Bankenfinanzierungen werden, aufgrund des höheren Eigenkapitals, wesentlich günstiger.

Aber nicht nur Betriebe genießen Vorteile – auch die Investoren selbst, die in einen mittelständischen Betrieb investieren, dürfen sich auf mehrere positive Aspekte freuen. Einerseits kann der Investor höhere Rendite als bei klassischen Veranlagungen erzielen, andererseits sind es in der Regel Investitionen in bewährte Geschäftsmodelle, sodass hier nicht einmal gesagt werden kann, der Investor geht ein großes Risiko ein. Würde das Geld in ein unbekanntes Start-up fließen, wäre das Risiko eines Totalverlusts wesentlich höher. Zudem weiß der Anleger auch aufgrund der Projektbeschreibung, wofür sein Geld schlussendlich verwendet wird.

Das Risiko ist gering, die Gewinnchance jedoch hoch

Fakt ist: Wer sein Geld in den Mittelstand investieren will, sollte sich entweder für ETFs oder Crowdfunding entscheiden – beide Optionen sind wenig riskant, können aber durchaus gewinnbringend sein.

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