Alexandra Rüsche 21. Dezember 2016

Jährliches Sparpotenzial: das steckt in der Steuererklärung

Viele Steuerzahler wissen nicht, in welchen Bereichen sie jede Menge Steuern sparen können. Diese unterscheiden sich je nach Steuerzahler-Typus. Die folgende Infografik gibt Aufschluss darüber.

Vorteile für Festangestellte

Festangestellte Mitarbeiter können vor allem bei den Werbungskosten sparen. Dazu zählen die Fahrtkosten zur Arbeit. Bis zu 4.500 Euro können hier jährlich abgesetzt werden, abhängig von der Entfernung vom Wohn- zum Arbeitsort. Auch Arbeitsmittel wie Büromaterial, IT-Ausstattung oder Arbeitskleidung lassen sich absetzen. Einen großen Posten können Sonderausgaben wie Weiterbildungskosten und Versicherungen ausmachen. Wer auch nachts und am Wochenende arbeitet, sollte die entsprechenden Stunden dokumentieren, diese werden steuerlich begünstigt.

Quelle: stevepb/pixabay.com

Viel unterwegs: viel Sparpotenzial

Angestellte, die auf Provisionsbasis arbeiten, wie Vertriebs- und Außendienstmitarbeiter profitieren besonders von einer Steuererklärung. Die Pendlerpauschale kann auch für sie bis zu 4.500 Euro Ersparnis ausmachen. Neben Fort- und Weiterbildungskosten lassen sich auch Bewirtungskosten für Geschäftspartner und Kunden absetzen. Der variable Gehaltsanteil wird oft hoch besteuert; diese Kosten können rückwirkend bis zu vier Jahre erstattet werden. Außendienstler haben zudem oft ein Arbeitszimmer zu Hause, das sich von der Steuer absetzen lässt.

Risiko versus Ersparnis

Freiberufler und Selbstständige haben zwar das größte unternehmerische Risiko, aber auch das größte Steuersparpotenzial. Neben der Pendlerpauschale können sie etwa die 1-Prozent-Regelung für Dienstwagen anwenden. Bei allen geschäftlichen Ausgaben gibt es zudem die Mehrwertsteuer zurück; Investitionen werden so deutlich günstiger. Fortbildungen, Versicherungen und Bewirtungskosten sind weitere Posten für Selbstständige. Wer ganz oder zum Teil im Home-Office arbeitet, kann zudem ein Arbeitszimmer angeben.

Alle Steuerzahler können zudem Kontoführungsgebühren, Kreditzinsen und Steuerberatungskosten absetzen. Eine Steuererklärung lohnt sich prinzipiell immer – vor allem für diejenigen, die mehr als 1.000 Euro Werbungskosten ansetzen können. Oftmals lohnt sich daher auch ein Steuerberater.

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