Sven Oliver Rüsche 1. September 2011

Mit Bravour vom Haupt- zum Hochschulabschluss

Nico Hillebrand aus Brilon krönt sein Maschinenbaustudium in Meschede mit dem Förderpreis des Unternehmensverbands Westfalen-Mitte e.V.

Meschede / Brilon. Kann man mit Hauptschulabschluss Ingenieur werden? Für Nico Hillebrand war das offenbar kein Problem: er hat Maschinenbau an der Fachhochschule Südwestfalen studiert. Den Abschluss des Studiums bildete eine hervorragende Bachelorarbeit, die für ihre praktische Verwertbarkeit mit dem Förderpreis des Unternehmerverbands Westfalen-Mitte e.V. ausgezeichnet wurde.

Nico Hillebrand kommt aus Brilon und hat dort die Hauptschule besucht. Nach der Ausbildung zum Physikalisch-Technischen Assistenten in Olsberg sammelte er zunächst bei zwei Unternehmen berufliche Erfahrungen. Im Wintersemester 2006/2007 nahm er dann das Maschinenbaustudium in Meschede auf. Im sogenannten „Kooperativen Modell“ verzahnte er Theorie und Praxis, indem er in der vorlesungsfreien Zeit bei der Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG in Schloss Holte-Stukenbrock arbeitete.

In Kooperation mit der Firma Holter Regelarmaturen hat Nico Hillebrand dann auch seine Abschlussarbeit angefertigt. Für diese Arbeit musste ein Dampfumformventil für ein Kraftwerk neu entwickelt werden. Die Armatur wiegt 6,2 Tonnen, ist konstruiert für einen Druck von 200 bar und wird für Temperaturen bis 600 Grad Celsius eingesetzt. Durch die konstruktiven Veränderungen konnte das Ventil entscheidend verbessert werden. Schließlich wurde die Armatur nach seinen Versuchen und Berechnungen erfolgreich gebaut und ist inzwischen an den Kunden ausgeliefert.

„Nico Hillebrand hat in dieser Arbeit gezeigt, dass er in der Lage ist, technisch komplizierte Sachverhalte in praxistaugliche Lösungen umzusetzen“, meint Prof. Dr. Hubert Willi Klein. Er betreute die Abschlussarbeit im Labor für Technische Mechanik und Computersimulation. Neben technischen Eigenschaften mussten auch der Aufwand in der Fertigung sowie eine einfache Montierbarkeit des Ventils berücksichtigt werden. Dies ist Nico Hillebrand nach Ansicht seines Betreuers mehr als sehr gut gelungen. Deshalb hat er sich neben dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ auch den mit 2500 Euro dotierten Förderpreis wohl verdient.

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