Alexandra Rüsche 7. Juni 2018

Zeiten der Insolvenzversteigerungen

Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Umbrüche werden Insolvenzversteigerungen häufiger als Sanierungsmaßnahme genutzt. Meist sind sie auch zwanghaft notwendig, weil bei dem in Not geratenen Unternehmen  wird. Aus diesem Grund kann nur ein Verkauf der Vermögensgegenstände erfolgen. In der Regel knüpft so ein Verkauf aber an die Prüfung eines Wirtschaftsprüfers an, der auch die Fortbestehensanalyse des Unternehmens durchführen muss. Kommt man in diesem Bericht zu dem Schluss, dass selbst durch eine weitere Finanzierung das Unternehmen nicht zu retten ist, dann müssen auch die einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens einzeln bewertet werden.

Foto: geralt / pixabay.com

Es ist daher auch nur logisch nachvollziehbar, dass ein einzelnes Vermögensgut nur innerhalb eines funktionierenden Unternehmens einen gerechten Wert aufweisen kann. Am besten lässt sich dies vermutlich im Zusammenhang mit einem Produktionsunternehmen betrachten. In so einem Betrieb finden sich meist Förder- und Produktionsmaschinen, die nur in einem Zusammenwirken zum Wertbestand eines Unternehmens beitragen kann. Erhöht sich die Produktivität des Unternehmens aber nicht, so müssen die einzelnen Maschinen getrennt voneinander bewertet werden. In der Praxis wird dann den einzelnen Maschinen auch kein so hoher Wert beizumessen sein wie wenn die gesamte Anlage als Einheit bewertet wird. Es ist auch kaum vorstellbar, dass sich die ganze Anlage unmittelbar bei einem Käufer gewinnbringend einbinden lässt. Aus diesem Grund wird für den Verkauf der einzelnen Vermögensgüter eines Unternehmens bei Insolvenzversteigerungen auch nur ein sehr geringer Betrag aufzubringen sein. Können die erforderlichen Beträge auf dem Markt (bzw. dann im Versteigerungsbüro) nicht aufgebracht werden, dann sinkt auch die Quote der Konkursmasse beträchtlich ab.

Die Schlüssel für einen erfolgreichen Verkauf von solchen notleidenden Vermögenswerten liegen in der Kombination verschiedener Komponenten. Ein wichtiger Faktor ist der Faktor Zeit. Je länger man mit dem Verkauf dieser Vermögensgegenstände Zeit hat, desto höher werden in der Regel auch die Kosten anfallen, die man aus der Konkursmasse lukrieren kann. Gerade für die Anteilsinhaber des Schuldners ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Verkauf, einschließlich aller damit verbundenen Prozesse, schnell erfolgt und die Honorare des Verkäufers auf professionelle Weise minimiert werden können. Dabei ist auch von unterschiedlichen Rechtsgebieten auszugehen. Sie müssen ebenso in die Beurteilung des Sachverhalts einfließen, um die Kosten für den gesamten Prozess reduzieren zu können. In manchen Judikaturen kann der Verkauf auch schneller erledigt werden.

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